Der Jugendförderverein wächst weiter. Am 12.05. den 125. Mitgliedsverein begrüßt.
Das Netzwerk Jugendförderverein Bad Berleburg wächst kontinuierlich weiter. Im Wonnemonat Mai, genau gesagt am 12.05., ging dieser Tage der 125. Mitgliedsantrag eines Vereines bei Geschäftsführerin Sandra Janson ein. Damit ist jetzt auch der Männer- und Frauenchor „Eintracht“ Berghausen ein Teil des starken und leistungsfähigen Vereins-Netzwerkes, das längst auch aus Mitgliedsvereinen über die Stadtgrenzen Berleburgs oder gar Wittgensteins hinaus besteht.

Karl-Heinrich Dickel und Karin Schmeck als Vereinsvorsitzende der Berghäuser Eintrachtchöre wurden daraufhin spontan von Sandra Janson in der wöchentlichen Chorprobe mit einem Gutschein über 125 Euro für den umfangreichen Materialpool des Jugendfördervereins überrascht.

Diesen können Sängerinnen und Sänger sicher gut gebrauchen, planen sie doch am 14. Oktober 2017 einen großen Event mit der heimischen Kultband BOGGA. Da werden bestimmt auch allerhand Festmaterialien benötigt, die man neben vielen Spielgeräten und Fahrzeugen ebenfalls im Materialpool des Jugendfördervereins findet. Alle Infos zu Verein und Materialpool unter www.jfv-badberleburg.de

Geschäftsführerin Sandra Janson überrascht den 125. Mitgliedsverein, die Sängerinnen und Sänger der Eintrachtchöre Berghausen, mit einem Material-Gutschein über 125 Euro.
Wer soll Dich nach der Party fahren?


"Ein alkoholisierter Autofahrer überholt trotz Gegenverkehr und rammt ein mit sechs Personen überfülltes Fahrzeug in die Böschung. Drei der Insassen sterben noch am Unfallort. Die Erstversorgung der Überlebenden wird mehrere Stunden dauern. (...) Der alkoholisierte Unfallverursacher überlebt den Zusammenstoß. Spät in der Nacht wird er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht".

Diese Zitate stammen von Thomas Schadt, einem Kameramann und Filmautor, der Mitte der neunziger Jahre den Siegener Rettungshubschrauber "Christoph 25" bei seinen Einsätzen begleitete und dazu die Dokumentation "Eiserne Engel – Luftrettung in Deutschland" erstellte.

Dieser letzte Einsatz in der Dokumentation erzählt die tragische Geschichte aus dem an Wittgenstein angrenzenden hessischen Hinterland. Dort sterben infolge eines entsetzlichen Alkoholunfalls drei junge Menschen in den Trümmern ihres Autos. Weiter berichtet der Kameramann: "Unsicher bewege ich mich über dieses Schlachtfeld. Ich versuche vergeblich Bilder und Töne zu verarbeiten, die für andere längst zum Alltag geworden sind. Ich frage mich, was ich trotz meiner Kamera hier suche und beschließe an dieser Stelle, die Dreharbeiten zu beenden". Diese Szenen sind auch dem erfahrenen Kameramann Schadt zu viel geworden. Preisgekrönt mit der erstklassigen Dokumentation "Der Autobahnkrieg" wurde der Profi auch mit den Eisernen Engeln berühmt. In einem Interview, das im Anschluss an die Dokumentation in der ARD ausgestrahlt wird, berichtet Schadt über seine Eindrücke bei dem schweren Verkehrsunfall im Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Dieser Alkoholcrash, der drei junge Menschen das Leben kostete, wurde einem Millionenpublikum präsent. Dieser Einsatz hatte nicht nur den Filmemacher selbst, sondern auch viele seiner Zuschauer entsetzt und viele Menschen, die in der Öffentlichkeit nicht vorkommen, geschockt. Angehörigen den Boden unter den Füßen weggezogen, das Leben für immer und höchstdramatisch verändert. Hier wurde der Bevölkerung durch die Fernsehdokumentation fast die ganze Härte eines solchen Ereignisses vor Augen geführt und näher gebracht. Vielleicht hat das damals zum nachdenken angeregt. Vielleicht. Vielleicht hat das aber auch dafür gesorgt, dass man sich Gedanken macht, ob der Kameramann das so hätte zeigen und kommentieren müssen. Vielleicht hat es sogar dazu geführt, den Kameramann als "abartig" oder als "Aasgeier" zu bezeichnen. Das weiss ich nicht. Fest steht aber eins: Es hat die Wirklichkeit gezeigt und das, ohne dabei Persönlichkeitsrechte der Beteiligten zu verletzen. Und es hat einen Ruck ausgelöst in den Menschen, die den Filmbeitrag, der leider spät in der Nacht gesendet wurde, gesehen haben. Es hat einmal kurz aber prägnant vor Augen geführt, welche Gefahren von einer Alkoholfahrt ausgehen und welche verheerenden Folgen es haben kann, wenn man sich nach Alkoholgenuss hinters Steuer setzt.

Oftmals führen solche Berichte – egal ob in bewegten Bildern oder in Printmedien auch zu Protesten. Dahingehend, dass der Sachverhalt nicht korrekt oder überzogen dargestellt worden ist. Oder es wird direkt verlangt, dass im Internet erschienene Beiträge sofort entfernt werden. Warum? "Weil es eine Unverschämtheit ist, das so zu schreiben". Oder "es eine absolute Frechheit ist, eine solche Überschrift zu wählen". Man muss sich dann sogar fragen lassen, ob man: "Etwa noch nie mal ein paar Bier getrunken hat und dann ins Auto gestiegen ist". Es wird mit Anwälten gedroht, sollte man diesen Artikel nicht stornieren. Wohlgemerkt: Es wird erst dann berichtet, wenn es bereits zu Ausfällen oder Unfällen gekommen ist. Eine "normale" Trunkenheitsfahrt, die von der Polizei gestoppt wird, wird meist gar nicht erwähnt.

Ertappte Fahrer, die unter Alkohol erwischt werden, oder einen Unfall verursacht haben, sind immer Opfer. Dies habe ich in vielen Jahren Einsatzdokumentation in der Freizeit gelernt. Schuld sind immer die anderen. Die Polizei, andere Verkehrsteilnehmer und in jedem Falle der, der es öffentlich macht. Dass der Fehler beim Alkoholfahrer liegen könnte, ist absurd zu behaupten. Da treten Väter mutig für ihre Söhne ein, die sich nach einem Unfall mit der Luxuskarosse zu Fuß aus dem Staub machen und so lange gedeckt werden, bis ein Alkoholtest keinen Wert mehr ergeben wird, es bäumen sich am Neujahrsmorgen am Telefon Männer auf, deren Sohn im vollen Kopf einen Q5 aufs Dach gelegt hat. Dass dort unschuldige Menschen wegen der Sauferei hätten verletzt werden oder sterben können, so wie bei dem von Herrn Schadt beschriebenen Unfall im Hinterland – das ist egal. "Sie nehmen das sofort raus!" hallt es durch den Telefonhörer. Da werden Geschäftsleute am Telefon unsachlich, weil deren Ehefrauen alkoholisiert gegen einen Baum fahren und eine Gefahr für Andere darstellen. Dass dort hätten Radfahrer, andere Autos oder Fußgänger sein können – reine Schutzbehauptung des unverschämten Textautors.

Alkoholunfälle wären zu 100% vermeidbar. Viele Menschen könnten noch leben, viel Leid könnte verhindert werden, wenn alle Menschen so viel Grips und Anstand im Kopf hätten, zu wissen, dass es nur einen Weg gibt: Kein Alkohol beim Autofahren!